Mittwoch, 2. Mai 2012

Könntest du nicht??






Wenn die Karottenbreiphase kleiner frischer Erdenbürger eintritt, kann das durchaus eine farbenfrohe Sache werden. Genau dies war der Grund, weshalb mich neulich eine Bekannte ansprach: das Enkeltochterkind brauchte ein kleckersicher(er)es Latzerl, ein Lätzchen mit Ärmeln.

Hier nun der Prototyp, der heute Morgen auch schon entrissen wurde und Beifall fand, kaum dass er per Linse festgehalten werden konnte. Kennen Sie dieses spontane Knipsen auf der Wiese, zwischen Löwenzahn und Gänseblümchen? (Hier mit Knie...)






Am Rande noch eine Frage an die nähkundige Leserschaft: der Unterfaden hinterlässt ein wildes und verqueres Nähbild, was einfach nur unschön aussieht. was machen das Maschinchen und ich falsch??

Mittwoch, 11. April 2012

Vor genau einer Woche holte ich mir je ein dickes Bund gefüllter Tulpen und herrlich blauer Hyazinthen. Seitdem zieht ein intensiver Frühlingsduft durchs alte Pfarrhaus. Ich freue mich an der scheinbar unerschütterlichen Blühgewalt der Hyazinthen! Zuvor hatte ich diese stets nur als Zwiebel - und da war die Blühzeit bei weitem nicht von solch einer ergiebigen Dauer.



Und die gefüllten Tulpen sehen nach einigen Tagen auch noch nicht so müde aus.

Das kleine Licht entstammt aus den Händen des Großvatis, welcher nun im Unruhestand, vielgerühmt und wohlverdient, ein altes Hobby aufleben lässt. Wie lebendig und hübsch die Maserung des Holzes erscheint! Jeden Tag ein kleines Stück Freude.


Und dieser fröhlich bunte Gesell sprang noch schnell unter der Nähmaschine hervor und musste einfach festgehalten werden...

Montag, 9. April 2012

mysteriös, sehr

Mancher Osterhase verkleidet sich tatsächlich als Wichtel und dann stehen Ostersonntag plötzlich kleine Präsente auf der alten Pfarrhausmauer und Frau W. ist ob des fehlendes Absenders etwas irritiert...







Was für Wünsche! Und welch toller Gutschein... :)



Lieber Osterhase (oder eher Osterhäsin ;) ), ganz herzlichen Dank für diese liebe Überraschung, die durchaus gelungen ist!!

Samstag, 7. April 2012

Am Anfang war das Ei...

Beim Osterbasteln, das alljährlich von der Freundin in der Kirchgemeinde organisiert wird, stellte eben diese eine (für mich) neue Technik zur Herstellung von Deko-Eiern vor. Danach waren sämtliche anwesende Damen angefixt. Diverse Kaffeerunden wurden scheinbar nur noch dazu genutzt, um kleine Stoffläppchen auf Styropor zu bannen. Selbst eher Bastelunwillige ließen sich von diesen Eiern in Bann ziehen!

Und weil die ganze Sache tatsächlich Spaß und nebenbei etwas "her" macht, habe ich versucht, die einzelnen Arbeitsschritte festzuhalten, um sie hier zu dokumentieren...

Wie schon gesagt: am Anfang war das Ei.



Dieses erhält Markierungslinien, die später...


...mit Hilfe eines Cutter-Messers eingeschnitten werden. Dabei das Messer so ansetzen, als würde man eine Apfelsine schälen wollen, so bröselt das Styropor weniger.



Danach dürfen Stoffreste und co durchwühlt werden - auf der Suche nach der passenden Kombination!


Passend zuschneiden (eine kleine Schablone ist dabei ganz hilfreich...):



Und nun der schwierigste Teil: das Stoffläppchen-Spannen. Dazu mit der stumpfen(!) Seite des Messers den Stoff in die Schnitte drücken. Doch, das funktioniert!


So könnten dann die Eier aussehen...



Anschließend muss noch die Dame der Kleber bemüßigt ...


...und in Stoffbändervorräten gewühlt werden:



Nach dem Kleben der Bänder und - wer mag - Schleifen muss nur noch der passende Strauch gefunden werden - und tadaa: bitte daran freuen!!!



Montag, 19. März 2012

Frühling will's wohl werden...

Da hat er uns gepackt, der Frühling! Mit seinem Strahlehimmel in tiefem Blau und Sonnenlachen zwischen den grünsprießenden Zweigen.
Ein gesamtes Vogelorchester sitzt in den Bäumen vorm alten Pfarrhaus, welches mit Energie und Kraft zwitschert und tiriliert.
hach. Wie weit mein Herz...

Die Lebensgeister regen und rappeln sich und mit ihnen die Lust auf Nachmittagskaffeerunden mit lieben Freundinnen (während die Brut einträchtlich die Gärten bevölkert)!

Wie belebend der Anblick, wie alles aus den Wintergemächern krabbelt und sich das triste Grau der vergangenen Monate von den Schultern pult!
Ich möchte dasitzen und genießen.

Dienstag, 13. März 2012

einen Korb voll Bio-Äpfel,

gespickt mit kleinen Gänseblümchen (alles aus der Feder der wunderbaren Frau Hamburger Liebe!), teilte Anja mit mir. Und wie das mit Äpfeln eben so ist, sollten sie nicht zu lange lagern, sonst werden sie schrumpelig und keiner mag sie mehr gerne essen...



Aber sie sind so perfekt, dass mir das Herz schmerzt, wenn ich nur daran denke, sie anzuschneiden! Also streichele ich erst noch weiter, bis mir der richtige Schnitt zukommt, die wahre Idee. Vielleicht mag mir jemand helfen??

Freitag, 6. Januar 2012

da ist es also passiert...

wir sind ins neue Jahr gestolpert. Und so viel Zeit seit dem letzten Eintrag hier liegt dazwischen. Schämen sollte frau sich!
Dabei war im alten Pfarrhaus durchaus eine emsige Produktivität zu verzeichnen, schließlich stand ja auch ein Fest an, an welchem man sich Geschenke macht.
Aber wie so oft, war kein Fotoapparat parat (ahh, erkennen Sie die Wortspielerei??), der Beweise festhalten konnte.

Kaffee floss auch viel; so manche Stunde hat mich die heiße Tasse gewärmt, Mut und Munterkeit gespendet. Aber gerade muss sich die Kaffeemaschine vom hohen Einsatz erholen, wird auf Herz und Nieren von fachkundiger Hand geprüft. Derweil ich mich gedulden muss, sehr. sehr.

Nun also wieder ein neuer Januar, ein neues Jahr. Ich bin gespannt, was es uns allen bringt und wünsche uns allen eine gute Zeit, viel Kraft und ein fröhliches Herz.
:)

Freitag, 25. November 2011

wetterfühlig

Der November ist nicht wirklich mein Monat.
Die letzten Tage waren in undurchscheinbares Grau eingepackt. Feucht sprühte es und von Sonnenstrahlen konnte man nur träumen.
Doch seit gestern lacht der Himmel wieder blau und wolkenlos!
Wie gut es meinem Gemüt tut, morgens die frische Luft zu atmen, die einen trockenen, golden strahlenden Tag ankündigt.
Welch' ein Versprechen, hinter den mehr und mehr kahlen Bäumen das Licht der aufgehenden Sonne zu erspähen!

So könnte es bleiben - bis Februar...

Montag, 31. Oktober 2011

Alternativprogramm

Dank Martin Luther feiern wir hier den Reformationstag. Der Tage heute wurde mit einem großen, regionalen Gottesdienst begonnen, bei welchem Herr und Frau W. gemeinsam den Kindergottesdienst ausrichteten.
Anschließend gab es Festtagsessen im alten Pfarrhaus und Kinderbespaßung deluxe.

Ein kleiner Vorgeschmack auf die Weihnachtsbäckerei??

(Mini.Donuts ausbacken ist etwas, ähm, nervig, aber den Kindern hat es großen Spaß bereitet. Ob ich es so schnell wiederholen werde, weiß ich noch nicht. Lieber begebe ich mich auf die Suche nach einem "echten Donuts.maker"... oh, denglisch, wie ichs liebe ;-) )







Und ja, ich mache mir so gar nichts aus Halloween, deshalb gibt es auch keine entsprechende Dekorierung o.ä. - aber ich bin natürlich kein Spaßverderber! Kleine Geister dürfen gerne bei uns vorbeischauen (und bekommen auch Süßes), müssen aber in Kauf nehmen, hier ein Liedchen oder einen Vers vorzutragen ('nichts gibt es für umsonst...')

Freitag, 28. Oktober 2011

Wenn die Tage kürzer werden und die Dunkelheit tückisch ums Haus schleicht,
wenn der Wind durch die Bäume bläst und die Blätter von den Ästen zerrt,
wenn über die Wiesen, die so viele Zeiten schon über sich gehen lassen haben, schaurig das Käuzchen ruft,
hast du dann einen Freund, der neben dir ist?
Der dich wärmt, dich aus dem Nebel fischt und dich vorm Vergessen schützt?

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Schau mal, Erna! - MMM #4

Vor Jahren habe ich einige Nähkursstunden bei der holländischen Textilkünstlerin Erna Ennen genommen. Erna, die sich ursprünglich auf das Material Wolle spezialisiert hatte und mit Pflanzenfarben experimentiert (und dabei die wunderbarsten Ergebnisse erzielt!), hatte irgendwann begonnen, ihr Atelier um Stoffe und deren Verarbeitung zu erweitern.
Und als Erna dann Nähkurse anbot, nahm ich gerne die knapp 50 km über Landstraßen in Kauf, um sie wöchentlich einmal abends auf ihrem Hof in der Elbaue bei Dessau aufzusuchen.

Ich durfte viel bei ihr lernen, wie das Schnitteausarbeiten, und erste Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Stoffen sammeln. Aber interessanter Weise habe ich fast kein "Kursstück" richtig zum Ende gebracht! Doch dank der MeMadeMittwochs-Aktion, die Catherine ins Leben gerufen hat und organisiert (Vielen Dank!), krame ich nun alle meine Ufos hervor und - tadaa - sie dürfen mehr und mehr ihrer Bestimmung gerecht werden.

Das heutige Kleid ist nach einem Burda-Schnitt genäht und ihm fehlten eigentlich nur noch die Ärmel. Die habe ich dann heute eingesetzt und alle Seitennähte konnten endlich geschlossen werden.

Der Schnitt ist gut, aber der Stoff gefällt dem Herrn W. so überhaupt nicht. Dabei ist das wieder ein Teilchen aus der bizzKids-Kollektion (von damals eben, ähem). Der Jersey ist relativ fest, nicht zu sehr stretchig und trägt sich angenehm.
Am Kleid selber, was ja ein Wickelkleid sein soll, fehlen (noch?) die "Wickelbänder". Die habe ich großzügig erst einmal weggelassen - aber ich merke, dass das Oberteil dabei etwas "schnabelt"... hmmm.
Ansonsten habe ich das Kleid erst einmal nur wild mit der Overlaock gesäumt; das ist definitiv noch überarbeitungswürdig!! (Aber sonst hätte ich es heute nicht tragen können.)

Festhalten im Selbstversuch:



Und wenn Herr W. grummelt:



Vielen Dank fürs Vorbeischauen und allen eine gute Nacht! ;-)

Alle anderen Nähwerke findet man hier!

Montag, 24. Oktober 2011

zum Zähneausbeißen...

Kennt Ihr das auch? Ihr werkelt die ganze Zeit an einem Teilchen - und in den letzten Zügen geht etwas fehl. Wie bei diesem kleinen Fleece-Pulli.

So aus der Ferne betrachtet...



... recht ordentlich,



aber schaut man in die Kapuze! Wie ärgerlich!!
Meine Overlock hat einfach nicht mehr richtig transportiert (später, bei anderen Teilen, vor allem, wenn es mehrere Stofflagen waren, hat sie das wiederholt)!

Was soll ich denn jetzt damit machen??
Zum Selbertragen sind meine Buben doch schon etwas groß - und der Baby.Neffe in Berlin noch viel zu klein...

Hinzu kommt, dass ich mit dem Schnitt (Zwergenverpackung von Farbenmix) etwas unzufrieden bin, da die Kapuze am Vorderteil nicht richtig passen will und mir noch keine Verarbeitungs-Lösung eingefallen ist.
hmmm...





lange Beine

Der Oktober hat lange Beine bekommen.
Die Blätter rauschen im Wind, der Himmel schickt Blau mit weißen Sprenkeln und die Großmutter plant den Dezembergeburtstag.

Wo ist die Zeit geblieben?

Sonntag, 23. Oktober 2011

flow

Weil das mit dem kleinen Überziehröckchen gestern so gut geklappt hatte, hat es mich heute noch einmal in den Fingern gejuckt und... husch, flatterten zwei weitere Exemplare unter der Nadel hervor.